Das Ende einer Beziehung

Man hatte mir in dieser Beziehung Hoffnungen gemacht, an die ich mich klammerte und die mich alles hatten vergessen lassen, was ich einmal hart erlernt hatte.  Man hatte mich an die Leine gelegt und ich hatte die Leichtigkeit verloren, welche mir erlaubte Dinge so hin zu nehmen wie sie passieren, den Glauben daran dass, -fast wie bei Scrum-, die Menschen um mich herum steht´s nach besten Wissen und nie im böser Absicht handelten.

Zu lernen, davon aus zu gehen, dass jeder Mensch nur mit guten Absichten und mit bestem Wissen gehandelt hat, dass zu lernen wird wohl ein Leben dauern.

Ich habe meinen Job verloren. Besser gesagt: mein Vertrag lief aus. Und die einzelnen Konstellationen die dazu führten das man mir meinen Vertrag, wie bereits mündlich zugesichert, doch nicht verlängerte,  beruhen, bis heute, zu sehr auf Mutmaßungen. Diese Konstellationen sollte man hier nicht breit treten.

Doch nachdem gesagt worden war, was wohl gesagt werden musste, aus welchen Gründen auch immer, begannen Szenerien, wie ich sie zuvor noch nicht erlebt hatte. Vorgesetzte schoben sich gegenseitig den Schwarzen Peter in die Schuhe, nur um im Gesprächen nicht als der Schuldige da zu stehen. Niemand war in der Lage einfach sauber und kurz zu sagen:

„Ja, ich habe aus Egoismus gehandelt, ich wollte gut dastehen. Es musste eingespart werden und aus diesem Grund war ich zu feige den Job einer kleinen Angestellten mit wenig Arbeit, meinem Vorgesetzten zu verargumentieren.“

Nein, so  hatte das natürlich niemand formuliert.  Auch wenn mich diese Art der Aussage und die dazu erforderliche Mut beeindruckt hätten. Doch diese Aussagen fanden sich eher in der Gerüchteküche.

Statt dessen spielten die Menschen um mich herum ein verzweifeltes Spiel, in welchem jeder eine gute Miene zu einem dümmlichen Zug machte und es nur einen Verlierer geben konnte: Mich.

Die Beziehung war am Ende. Mit mir hatte man Schluss gemacht und nun stand ich da. Einsam und verlassen. Niemand würde mich mehr haben wollen.

Moment! War es nicht so gewesen, dass mich diese Beziehung langweilte, sie mich weder forderte noch förderte. Das ich zwar an ihr gewachsen war, aber es irgendwann einen Punkt gab an welchem es für mich einfach nicht mehr spannend war? Warum auch immer? Wollte ich nicht sogar Schluss machen? Aha!

Also eigentlich wollte ich diese Beziehung ebenso beenden, das Ergebnis wäre also genau das gleiche gewesen. Nur weil mein geschäftlicher Partner eher Schluss machte als ich, ging es mir nun schlecht. Schön das ich das schon mal erkannt hatte. Doch welche Möglichkeiten boten sich mir nun, um mich selbst aus diesem dunklen Tief zu holen.

Alkohol. Auch, ja. Wut und Zorn und „ich scheiss da drauf“. Ja, hilft auch ein wenig. Was noch? Ich nehme den Shit in die Hand und baue mir etwas Geileres! Richtig.

Tatsächlich erzählte ich mir täglich, welche Möglichkeiten sich mir nun boten. Ich hatte nicht die Absicht wieder in einer festen Beziehung zu landen. Ich wollte die gewonnene Zeit in meine eigenen Unternehmen investieren. Aus diesem Grund hatte doch auch ich beschlossen Schluss zu machen. Nur war ich eben nicht schnell genug, unentschlossen, feige.

Nun bin ich diese Beziehung los. Und ich freue mich, noch immer, darüber das es so gekommen ist. Man hat vielleicht nicht auf die schönste Art mit mir Schluss gemacht. Aber letzten Endes ist es doch so gekommen, wie ich es mir gewünscht hatte.

Nur auf einem anderen Weg.