Projekt Haus

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Und ich dachte vor Kurzem noch, ich würde weiter mein HTML und Java Script Kram lernen, mein Gehirn am laufen halten, während ich mich um unsere Kleine kümmere.

Drei mal laut gelacht.

Wir haben letztes Jahr ein Haus gekauft. Ja, letztes Jahr ging so einiges bei uns: Kind, Hochzeit und halt auch Haus. Nestbau 3.0

Wir haben uns das Haus also angeschaut. Wie man das so macht. Innen, außen, Keller, Dachboden, einmal, zweimal, mit der Besitzerin geredet, mit dessen Exmann. Aber ihr ahnt es schon: Man findet so gut wie NIE alle Fehler.

Für und war bei diesem alten Haus immer klar: Da muss echt was gemacht werden. Aber wir haben es zu einem guten Preis in einer ansonsten doch recht teuren Umgebung bekommen. Kauft man ein günstiges Haus, bleibt auch Geld zum Renovieren übrig.

Eingezogen sind wir, bewusst vor dem Renovieren, zum ersten Oktober. Nun haben wir fast Januar und das Haus ist eine krasse Baustelle. Und wir leben noch immer hier drin. Mit einem 14 Monate alten Kind. Geht alles. Und man kann sogar entspannt bleiben. Aber das kann man auch nur, wenn man nicht wenigstens einmal komplett ausgerastet ist.

Die Erfahrungen die wir hier machen, klar, die möchten wir weiter geben. Wir haben selbst im Internet nach Informationen gesucht und die waren etwas dürftig.

Zum Beispiel:

Wenn wir ein Haus besichtigen wie unseres, was hätten wir in speziell unserem Fall noch beachten können?

  1. Im Keller gibt es Rohre mit kleinen bläulichen Flecken. Ein Heizungsbauer erklärte uns, das an diesen Stellen bereits Wasser ausgetreten sei und sich diese winzig kleinen Stellen wieder selbst mit dem Wasser / Kalk verschlossen haben. Also, Rohre müssen neu gemacht werden.
  2. Wir haben eine Zisterne. Unsere Toilette unten spült mit Regenwasser und auch zum Blumen gießen haben wir einen Wasserhahn an der Außenwand, welcher Wasser aus der Regenwasserzisterne liefert. Die Rohre die dieses Wasser innerhalb des Hauses transportieren, die aus Metall. Ich bin mir nicht mehr sicher welches. Ich denke es war stinknormales Eisen. Allerdings zersetzt das Regenwasser so langsam die Rohre von innen. Thema „saurer Regen“ und so. Der Heitzungs- und Sanitärmann meinte, dass diese Rohre hätten aus Kunststoff sein müssen. Also auch hier: Rohre neu.
  3. Das gesamte Haus wurde mit einer Innenisolierung gedämmt. Ja….INNENisolierung. Alle Wände, die Außenwände sind, wurden mit einem Holzrahmen bestückt und mit Styropor ausgekleidet und danach mit Gipskarton abgedeckt. Wir hätten nur mal gegen die Wand klopfen müssen, um zu merken, dass da was komisch ist. Wäre das ordentlich gemacht worden, kein Ding, aber solch ein System muss so sauber gebaut werden, dass keine Feuchtigkeit rein kommt. Man kann da nicht eben mal die Küchenschränke dran aufhängen. Dadurch dringt Feuchtigkeit durch die Löcher ein und Sammelt sich am Styropor. Wir haben Glück im Unglück. Kein Schimmel. Aber viel Arbeit beim Entsorgen. Guter Tipp: Wenn ihr viel Styropor habt, fragt einfach mal über ebay Kleinanzeigen ob es jemand geschenkt haben möchte. Wir sind darüber sehr viel los geworden. Es blieben stehts die ganz kleinen Reste über. Das spart eine Menge Geld. Den die Entsorgung von Styropor ist richtig teuer, wenn es sich nicht um Verpackungsmaterial handelt.
  4. Was wohl niemand wusste: Unsere Decken und Böden sind keine Stahlbeton Decken/Böden. Es handelt sich wahrscheinlich um so genannte Kappendecken. So ganz sicher sind wir uns beim Namen noch nicht. Die Decken sind ca. 30 cm dick. Bestehen aus Stahlträgern, vielleicht Eisenbahnschienen und liegen im Abstand von 60-80 cm. Da zwischen trägt sich ein Sand-Kieselstein-Gemisch irgendwie selbst. Von unten wurden Heraklith Matten angebracht. Darauf befindet sich dann der Putz. Oben auf der Decke liegen Holz-Beton-Platten. Haben wir vorher auch noch nie gesehen oder davon gehört. Wir wollten eigentlich eine Fußbodenheizung im gesamten Haus. Ob das nun machbar ist, muss ein Statiker entscheiden.

Ja, soweit…

Nachdem wir das alles heraus gefunden haben, stand die Frage im Raum, wie es nun weiter geht. Der ursprüngliche Plan war, den Boden neu machen mit Heizung und Parkett, die Wände frisch und Weiß machen, die Holzverkleidung von den Decken holen, neue Fenster an den Stellen reinsetzten wo aktuell noch Ein-Glas-Fenster sitzen und die Bäder renovieren.

Jetzt kommt noch die gesamte Elektrik und alle Rohre hinzu, das Treppenhaus und vielleicht ein Anbau.

Mal schauen was die Architekten im Januar sagen. Wir melden uns dann hier wieder.

Guten Rutsch euch allen.

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